Züchter werden ist nicht schwer, Züchter sein umso mehr

Warum züchten wir und was sind unsere Ziele?

Ich war schon immer fasziniert von Hunden aber auch von Biologie, vor allem von Genetik. Die Zucht hat mich schon immer wahnsinnig interessiert, ebenso wie mich die verschiedenen Rassehunde und ihre Spezialisierungen interessiert haben! Ich begegne dem Thema Hund und Zucht mit unglaublichem Wissensdurst. Deshalb war mir schon als Kind klar, ich möchte unbedingt mal züchten! Mit dem Aneignen von Wissen und Erfahrungen formte sich dann meine Einstellung und konkrete Ziele. Aber das Thema Zucht ist unglaublich vielschichtig und tiefgreifend. Es wäre unmöglich alle Gedanken aufzuschreiben. Aber vielleicht das Wichtigste: 

 

Ich möchte Dalmatiner züchten, da ich zum Rasseerhalt beitragen möchte, weil ich diese Rasse unglaublich liebe. Durch meine Liebe zum Hundesport, wünsche ich mir sportliche und ambitionierte Dalmatiner mit funktioneller Anatomie eines Ausdauertrabers, der aber trotzdem ein toller entspannter Alltagsbegleiter ist. Ein Hund, der gut zu motivieren ist und Spaß an Aktivitäten mit seinem Menschen hat, aber trotzdem „klar“ im Kopf ist. Der Dalmatiner ist für mich ein sportlicher Begleithund für aktive Menschen, der aber auch mal alle Fünfe gerade sein lassen können sollte. 

 

Für den Rasseerhalt unabdingbar ist die Diversität. Dieses Thema ist in den letzten Jahren vermehrt in den Fokus gerückt. Jedoch hat auch jeder seine eigene Definition von „Diversität“. Für mich bedeutet Diversität, die unterschiedlichsten Gene zu erhalten. Also nicht nur immer wieder die selben Gene für die Weiterzucht zu benutzen, sondern breit zu fächern. Die „popular sire“ Zucht sehe ich damit eher kritisch. Zur Diversität gehört es für mich daher nicht auf Rüden zurückzugreifen, die schon etliche Male gedeckt haben, sondern auf jene zu schauen, die wenig bis gar nicht zum Einsatz kommen durften. Rüden aus dem Ausland sind für mich deshalb aktuell uninteressant, da ich den wenig eingesetzten Rüden aus dem Inland gern mehr Beachtung schenken möchte.

 

Ein wichtiges Thema in Hinblick auf das Sichern von Genen ist das Thema "Mitbesitz". Ein Züchter allein kann in den allermeisten Fällen nur eine Hand voll Hunde halten. Hunde wollen finanziert, ausgebildet, gepflegt und versorgt werden. Jeder Hund soll seine Qualitätszeit bekommen. So wird es ab einer gewissen Anzahl an Hunden schwer dem gerecht zu werden, denn natürlich dürfen bei mir alle Hunde auch nach Eintritt ins Rentenalter in der Familie bleiben. Somit bin ich auf Menschen angewiesen, die mit mir das Thema Zucht gemeinsam angehen wollen. Ich plane jeden Wurf sehr akribisch und mache mir über die Kombination von Hündin und Rüde sehr große Gedanken. Die Nachkommen aus dieser Planung sollen dann aber natürlich ihre Gene wieder weiter geben und dem Genpool zur Verfügung stehen. Darum braucht es Menschen, die sich dieser Wichtigkeit bewusst sind, die auch Lust haben zum Erhalt der Rasse beizutragen. Für den Mitbesitz unabdingbar ist für mich ein großes Vertrauen zwischen mir und meinen Welpenkäufern. Hauptsächlich muss sich die Hündin aber in meinem Rudel wohlfühlen. Regelmäßige Besuche und gemeinsame Spaziergänge sind daher ratsam! Eine Hündin, die sich als Urlaubsgast problemlos in mein Rudel und den Alltag einfügt, hat später auch kein Problem an ihren ihr sehr gut vertrauten Aufzuchtort zurückzukehren und dort Welpen zur Welt zu bringen.


Zur Gesundheit einer Rasse gehört aber nicht nur ein großer Genpool. Nicht immer ist die Genetik entscheidend. Es gibt vielerlei äußere Einflüsse auf die Gesundheit unserer Hunde. So habe ich das Motto


 "So wenig wie möglich, so viel wie nötig!"


Unsere Welpen werden nicht einfach nur auf Verdacht geimpft oder entwurmt. Es werden regelmäßig Kotproben auf Parasiten untersucht und nur bei Bedarf entwurmt. Geimpft wird nach Empfehlung der StiKoVet mittels vorherigem Titertest. Sollten die Antikörper, die die Welpen von der Mutter mitgegeben bekommen haben, bis zu einem bestimmten Punkt abgebaut sein, ist es Zeit zu impfen. Vorher würde diese Impfung sowieso nicht greifen. Somit sparen wir uns das dreimalige Nachboostern, impfen die Welpen im besten Falle also nur einmal und belasten die kleinen Körper weniger als es sein muss. 

 

Den Körper so wenig wie möglich belasten…

 

… dazu gehört meiner Meinung nach auch eine natürliche und gesunde Ernährung. Deshalb werden unsere Welpen von Anfang an gebarft. Unsere Welpenkäufer erhalten selbstverständlich den von einer Ernährungsberaterin aufgestellten Plan und ich stehe für jegliche Fragen zum Thema ebenso jederzeit zur Verfügung. 


Generell ist mir der Kontakt zu den Welpenbesitzern ein Hundeleben lang sehr wichtig. Ich strebe ein freundschaftliches Verhältnis mit meinen Welpenkäufern an. Bitte bedenkt, dass ich mein ganzes Herzblut, meine ganze Zeit und mein ganzes Geld in meine Hunde stecke. Ich habe viele Stunden mit Grübeln, Planen, Recherchieren, Sorgen machen, manchmal auch weinen, verbracht.. habe gelitten und die ersten Atemzüge der Mäuse erlebt. Um jeden gekämpft und für jeden das Allerbeste gewollt. Für mich ist es dann auch selbstverständlich, dass ich am Leben meiner Welpen zumindest von Zeit zu Zeit mit Bildern und Videos teilhaben darf. Ich möchte wissen wie und ob es meinen Hunden gut geht. Wer nach Kauf eines Welpen keinen Kontakt mehr zum Züchter wünscht, ist bei mir leider falsch. 


Du hast bis hierhin gelesen und kannst dich sehr gut mit meiner Ansicht identifizieren? 

Dann freue ich mich über eine Kontaktaufnahme! Gern mit Vorstellung wer ihr seid und warum es ein Dalmatiner werden soll über unser Kontaktformular, Instagram, E-Mail oder WhatsApp!